[…] Es ist dies eine besonders stimmungsvolle Platte mit weihnachtlicher Musik aus aller Welt – natürlich aus vielen Ländern Europas, aber auch Korea, Kanada, Australien oder Venezuela sind vertreten – mit etlichen intensiven Höhepunkten, von denen das finale ‚Jul, jul, strålande jul‘ aus Schweden einer der schönsten ist. Klaus-Martin Bresgott findet zu einem differenzierten interpretatorischen Ansatz, der dem Anliegen des Liederprojekts bemerkenswert gerecht wird: Natürlich bietet sein Athesinus Consort, mit zehn Stimmen schmal besetzt, hochprofessionellen Gesang, nobel in der Wirkung, in harmonisch sich ineinanderfügenden Registern von charakteristischer Zeichnung. Doch achten die Vokalisten sehr auf eine zugängliche Musizierhaltung, auf eine Geste der Schlichtheit, die alles Heikle, musikalisch Fordernde mühelos nebensächlich scheinen lassen kann. Das setzt sich sehr schön fort in den sehr gelegentlich als kontrastierende Farbe eingebrachten Kinderstimmen, die von den ‚Athesinüsschen‘ gesungen werden und charmant an die Ursprünge und eigentlichen Ziele des Projekts erinnern. […] Gemeinsam bewegt man sich eloquent durch etliche Sprachen, entfaltet die Musik gelassen und ohne artifizielle Zutaten oder Zwänge, gelegentlich gerahmt durch feine instrumentale Beiträge […]